Schleifen von Glasurüberständen

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BeGo
Beiträge: 37
Registriert: Montag 4. Februar 2008, 16:58

Schleifen von Glasurüberständen

Beitrag von BeGo »

Hallo liebe Besucher des Forums,
habe das Problem, das ich bei bestimmten Exponaten stark laufende Glasuren verwende, die dann nach dem Brand inniglich mit der Brennplatte verschmelzen oder aber dicke Wülste oder Nasen bilden. Der Versuch, die nach dem Ablösen von der Brennplatte mitunter scharfen Kanten abzuschleifen gestaltet sich genauso schwierig, wie die Wülste zu begradigen. Benutze dafür mit mäßigem Erfolg ein Dremel-Werkzeug mit entsprechendem "für Keramik geeigneten" Schleifkopf. An gebrannter Glasur hat das Ding aber fast gar nichts. Auch ein neu angeschaffter und an den Tisch geschraubter Doppelschleifer erweist sich als sinnlos. Die Vibrationen und die Unwucht sind so stark, dass sie feinere Teile hoffnungslos zerfetzen anstatt sie zu glätten. Hat jemand eine bessere Idee?
Danke vorab und schöne Grüße
Bernd

mandy
Beiträge: 13
Registriert: Sonntag 22. August 2010, 21:46

Re: Schleifen von Glasurüberständen

Beitrag von mandy »

Hallo ich kann Dir eine Flex empfehlen ich habe das Problem auch ! Ich mache das schon seit Jahren so bitte mit Schutzbrille und Atemmaske kannst es dann mit farblosem Nagellack bestreichen ganz dünn ( wenn es am Fuß ist ) dann ist es nicht so hässlich auf benutzbaren Flächen bitte nicht !! Viel Glück und vorsichtig sein !

Hannes151
Beiträge: 4
Registriert: Donnerstag 5. September 2013, 16:50

Re: Schleifen von Glasurüberständen

Beitrag von Hannes151 »

Bei mir funktioniert für solche Zwecke ein Doppelschleifer / Schleifbock einwandfrei. Wichtig ist, dass Du die richtigen Scheiben drauf hast. Normalerweise werden die Schleifer mit Normalkorund-Scheiben ausgeliefert. Ich verwende Edelkorund. Siliziumcarbid sollte noch besser funktionieren. Von der Körnung her würde ich eine nicht zu grobe Scheibe empfehlen, damit ist das Risiko geringer, dass ein Glasurstück ausbricht. Idealerweise montierst du eine gröbere und eine feinere Scheibe. Ist eine miese Arbeit, aber wie gesagt, ich komm damit zurecht. Schutzbrille aufsetzen ;) !

Lg
H.

Migla
Beiträge: 413
Registriert: Montag 26. Dezember 2011, 21:27
Wohnort: Wuppertal

Re: Schleifen von Glasurüberständen

Beitrag von Migla »

Hallo,ich verwende eine Korundscheibe aus dem Nassschleifteil eines Doppelschleifers,die ich mit etwas Masse auf meiner Scheibe fixiere.damit kann ich dann bei rel.geringer Drehzahl ,wenig Druck und nass evtl.Glasurläufer ziemlich exakt bis auf den Scherben herunterschleifen.Wird auch gleich schön glatt dabei,außerdem ist mir das aus Sicht der Arbeitssicherheit so auch sicherer als mit sehr hohen Drehzahlen,bei denen doch schon mal sehr heiße Splitter fliegen können.Etwas Geduld ist dabei aber schon nötig.Gruß migla

Gaby
Beiträge: 58
Registriert: Dienstag 1. März 2005, 20:28
Wohnort: Koblenz

Re: Schleifen von Glasurüberständen

Beitrag von Gaby »

Wenn es nur kleinere Stellen sind, komme ich mit meinem Dremel
und einem Siliciumcarbid-Aufsatz ganz gut zurecht.

Ortrud Rensch
Beiträge: 14
Registriert: Montag 7. April 2008, 17:03
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Re: Schleifen von Glasurüberständen

Beitrag von Ortrud Rensch »

Das Thema interessiert mich auch sehr. Ich hab jetzt schon mal nach Schleifscheiben geschaut.
@Migla: Die Scheibe die du verwendest, um sie direkt auf der Drehscheibe zu benutzen, ist das eine Edelkorundscheibe? Löst sich die Schleifscheibe nicht ständig durch den Druck der zu schleifenden Keramik? Ich kanns mir nicht so recht vorstellen, dass das mit wenig Geschwindigkeit und Druck wirklich funktioniert.
Hannes schreibt, dass eine Siliziumcarbidscheibe noch besser funktioneren würde. Gibt es die auch für Trocken- und Nassschleifen oder ist das sowieso egal, wenn die nass wird? Da hab ich nix gefunden. Ist in unserem Fall Nassschleifen nicht immer besser?

Liebe Grüße

Migla
Beiträge: 413
Registriert: Montag 26. Dezember 2011, 21:27
Wohnort: Wuppertal

Re: Schleifen von Glasurüberständen

Beitrag von Migla »

Hallo,da ich meine Schleifscheibe vor 20Jahren mit einer Werkstattauflösung übernommen habe,kann ich über das Material nur vermuten;sie ist mittelgrob,sehr hart,zeigt fast keinen Abrieb und wirkt am besten nass und fast ohne Druck.Einfach nur so fest halten,dass ein gleichmäßiges ,gut zu ertragendes Schleifgeräusch entsteht.Wenn es rattert,kreischt oder quietscht sind Druck oder /und Tempo zu hoch oder es ist zu trocken.Nass Schleifen ist m.E.einfach schneller,glatter und vor allem auch staubfrei.in einem gedrehten Massebett bleibt die Schleifscheibe auch mehrere Tage in Position.Gruß migla

Elberding
Beiträge: 11
Registriert: Sonntag 15. April 2012, 19:56

Re: Schleifen von Glasurüberständen

Beitrag von Elberding »

Hallo,
benutze zum Abschleifen von Brennplatten ein Betonschleifgerät von
der Firma Eibenstock mit Diamantschleifkopf. Eine Platte im Format
von 35 mal 49 cm ist in ca 3 Minuten absolut plan und sauber.
Ulli

BeGo
Beiträge: 37
Registriert: Montag 4. Februar 2008, 16:58

Re: Schleifen von Glasurüberständen

Beitrag von BeGo »

Ganz herzlichen Dank allen, die geantwortet haben! Das hilft mir weiter. Konnte mich leider erst heute melden. Sorry!

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