Malhörnchen

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Molly
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Malhörnchen

Beitrag von Molly » Montag 23. Oktober 2017, 12:02

Hallo liebe Mitstreiter,
Ich habe mir, um mal zu probieren,eine Plastikmalflasche mit aufsteckbaren Metalldüsen gekauft. Es war nicht teuer,da ich ja erst mal probieren wollte. Es ging eigentlich ganz gut ich habe mir die Stärke 0,5 ausgesucht. Ein Kritikpunkt ist aber, mal malt es so wie ich es will und manchmal kleckst es. Muss man es senkrecht oder wie einen Stift halten, muss die Engobe dick oder dünnflüssig sein und ....Ich weiß üben, üben, üben. Aber was muss ich beachten dabei.

Kann mir einer bitte erklären was zu beachten ist und was ich falsch gemacht habe. Welches Malhörnchen würdet ihr empfehlen, oder ist es völlig gleich welches ich benutze und die Technik macht es aus. Bitte gebt mir aus eurem Erfahrungsschatz Hinweise und Anregungen

Liebe Grüße von der jetzt ringsum bekleckerten Molly weil auch noch die Düse abgefallen ist. :lol: :lol:
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Laborfuerdesign
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Re: Malhörnchen

Beitrag von Laborfuerdesign » Montag 23. Oktober 2017, 16:07

Hmmm... viel gibt es zu dem Thema nicht zu sagen. Das Prinzip des Malhörnchens ist denkbar einfach also gilt lediglich üben, üben, üben. Aber ein paar Sachen kannst du beachten. Das Klecksen kann davon kommen, dass eine Luftblase in die Malspitze gerät und dann beim Drücken die vor der Blase befindliche Engobe rausschleudert. Du solltest also gucken, dass das Malhörnchen immer gut gefüllt ist. Nicht randvoll, aber es sollte sich so viel Engobe darin befinden, dass keine Luftblasen in die Spitze geraten können, wenn du das Hörnchen in dem Winkel hälst, der dir angenehm erscheint. Je flacher du das Hörnchen halten willst, desto mehr musst du also einfüllen. Wenn du das Hörnchen senkrecht hält, gehst du auf Nummer sicher, aber das ist keine sehr natürliche Malhaltung. Wenn du das Hörnchen abstellst und wieder aufnimmst, solltest du jedesmal auf einem Stück Zeitung einen Probestrich machen um etwaige Luft loszuwerden. Du kannst das Malhörnchen auf kopfüber in eine improvisierte Halterung stecken, wenn die Engobe dick genug ist, wird sie nicht herauslaufen. Das zweite Problem könnten Klumpen in deiner Engobe sein... oder vielleicht ist sie nicht gut durchgemischt und hat wässrige Anteile? Das würde auch zu einem schlechten Malfluss führen. Also gut und klumpenfrei und nicht zu dick aufbereiten... und bedenken, dass sie sich auch in dem Hörnchen entmischt. Also immer mal wieder kräftig schütteln. Was mir bei der Engobenmalerei echt auf den Geist geht ist folgendes: Ich hab die Angewohnheit, die Metallspitze über das Gefäß zu ziehen, so wie ein Bleistift auf Papier "schleifen" würde. Dabei kratzt die Metallspitze Material von der Oberfläche ab, sowohl bei geschrühten als bei lederharten Teilen. Dieser "Staub" setzt nach einer Weile die winzige Öffnung in der Malspitze zu und ich muss die Spitze wieder reinigen bevor ich weitermachen kann. Das Problem lässt sich mit einer anderen Art Düse vermeiden, diese billigen Plastedüsen, die vorne recht breit sind und in der breiten Fläche dann ein winziges Loch haben. Da entsteht die Problematik nicht, weil das kleine Löchlein nie den Ton berührt... aber mit den Dingern malt es sich nicht so natürlich finde ich.... naja... man kann nicht alles haben. :lol:

Molly
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Re: Malhörnchen

Beitrag von Molly » Montag 23. Oktober 2017, 20:01

Danke für die Hinweise, ich werde morgen den Kampf wieder aufnehmen. Ich werde berichten.
LG Molly
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