Ton mit Graphit schwärzen

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andi-mit-i
Beiträge: 26
Registriert: Freitag 12. Dezember 2014, 18:41

Ton mit Graphit schwärzen

Beitrag von andi-mit-i »

Hallo miteinander,

ich würde gerne versuchen Ton mit Graphit zu schwärzen.
Ich habe gelesen, dass das in der Jungsteinzeit gerne gemacht wurde.
Hat jemand dazu Erfahrungen?

LG Andi

Ursula28
Beiträge: 202
Registriert: Montag 10. März 2014, 17:03

Re: Ton mit Graphit schwärzen

Beitrag von Ursula28 »

Hallo Andi,
soweit ich weiß ist doch Graphit Kohelenstoff, und dieser ist organisch und verbrennt ab ca. 500 - 650° C.
Man kann ja auch mit Graphit auf Schrühware vorzeichnen.
Gruß Ursula

Yaki
Beiträge: 56
Registriert: Donnerstag 7. Januar 2016, 13:09

Re: Ton mit Graphit schwärzen

Beitrag von Yaki »

Graphit, eine Modifikation des Kohlenstoffs, wird wegen seiner exzellenten Temperaturbeständigkeit in Gießereien, Hütten- und Stahlwerken eingesetzt. Genutzt wird es besonders für den Bau von Schmelztiegeln sowie Großelektroden für die Elektrostahlerzeugung.

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Günter
Site Admin
Beiträge: 497
Registriert: Freitag 11. Juli 2003, 23:32
Wohnort: Klein Luckow

Re: Ton mit Graphit schwärzen

Beitrag von Günter »

Sach mal Andi, vielleicht solltest du mal etwas weitere recherche treiben, bevor du hier einfach losplapperst, bloss weil du "irgendwas irgendwo" gelesen/gehört hast. Hatte man man der Jungsteinzeit Graphit???? WOHL NICHT! Man hatte Holzkohle/Russ - kommt aufs gleiche raus, macht aber vielleicht deutlicher warum "das in der Jungsteinzeit gern gemacht wurde" (dämlicher kanns man wohl nicht ausdrücken). Die Sachen wurden im offenen Feuer gebrannt, wo auch sonst, und hatten hinterher Russspuren/schwarze Flecken und wenn der Brand mit Erde gegen die Luft abgedichtet wurde, waren die Sachen am Ende halt dunkel/schwarz. Sowas nennt sich Reduktion - Kohlenstoffeinlagerung - Schwarzbrand. Weitere Informationen holt du dir bitte aus der Fachliteratur.

Arthur
Beiträge: 21
Registriert: Mittwoch 3. Oktober 2018, 22:31

Re: Ton mit Graphit schwärzen

Beitrag von Arthur »

Andy, Andy, so geht das nicht!
Das ist ein Forum von Experten für Experten und Du stellst hier Fragen die Du Dir, bei gründlicher Recherche, hättest selber beantworten können! Du Schlingel, glaubst wohl Du könntest Dir das lesen von Fachbücher sparen! Erst wenn Du Dir die Frage selber beantworten kannst darfst du hier fragen,

Gruß Arthur

Maria Ortiz Gil
Beiträge: 322
Registriert: Dienstag 1. März 2016, 13:14

Re: Ton mit Graphit schwärzen

Beitrag von Maria Ortiz Gil »

Wieauch immer:
Ich bitte darum die Antworten freundlich zu formulieren, auch wenn man mehr Erfahrungen gemacht hat und die Frage einem "dämlich" vorkommt, so sollte man dies dem jenigen der sie gestellt hat nicht unter die Nase reiben, und wenn man dies nicht unterdrücken und nicht sachlich antworten kann, dann doch lieber bleiben lassen.
Lasst euch bitte nicht vom üblichen, hässlichen Unterton im Netz anstecken.

schönen Gruß
Maria

andi-mit-i
Beiträge: 26
Registriert: Freitag 12. Dezember 2014, 18:41

Re: Ton mit Graphit schwärzen

Beitrag von andi-mit-i »

Hallo Günter,

der reduzierende Grubenbrand sind mir durchaus bekannt.
Ich habe selbst bereits geschrühte Ware auf diese Weise gebrannt und tatsächlich
schöne polierte schwarze Ware erhalten.
Nun ist jedoch entgegen deiner Meinung Kohle nicht das gleiche wie Graphit.
Wie dein Vor-Kommentator bereits geschrieben hat ist Graphit sehr temperaturbeständig,
was auf Kohle ja wohl nicht zutrifft. Aus diesem Grund habe ich ja im Detail nach der Verarbeitung von Graphit
gefragt und nicht nach Kohle.

Ich sammele Linienbandkeramik im Süddeutschen Raum und stoße immer wieder auf extrem schwarze Scherben,
die ich versuche zu rekonstruieren. Daher die Frage nach der Verwendung von Graphit (nicht Kohle).

Nach deiner Aussage "Hatte man man der Jungsteinzeit Graphit???? WOHL NICHT!"
muss ich dich wohl auklären, dass Graphit ebenso in natürlichen Vorkommen zu finden ist.
Sie hatten Graphit ebenso zur Verfügung wie Hämatit, Pech und andere komplexe Stoffe.
Die waren ja schließlich nicht primitiv. Schlag doch hierzu bitte mal in der Fachliteratur nach.

Apropos Fachliteratur:
Ich habe weder in Rainer Schregs "Keramik aus Südwestdeutschland" noch in
"Niedrigbrand" von James C. Watkins Informaionen über den Gebrauch von Graphit gefunden.
An welche Fachliteratur hast du denn genau gedacht, in der ich etwas dazu finden kann?
Ich kann deine Unterstellung, zuvor nicht recherchiert zu haben, nicht nachvollziehen
und finde deinen Ton unerhört.

Mit diesen Worten wünsche ich dir einen schönen Tag.

andi-mit-i
Beiträge: 26
Registriert: Freitag 12. Dezember 2014, 18:41

Re: Ton mit Graphit schwärzen

Beitrag von andi-mit-i »

Lieber Arthur, liebe Maria,

danke für euren Beistand!
bei Arthurs Kommentar musste ich grinsen :)

LG, Andi

a.muenz
Beiträge: 10
Registriert: Sonntag 20. Februar 2005, 19:20

Re: Ton mit Graphit schwärzen

Beitrag von a.muenz »

In Wolf Matthes Buch "Engoben" gibt es ein kurzes Kapitel über Graphitengoben.
Diese wurden in Passau für Graphitton Stubenöfen verwendet.

Schöne Grüße,
Andreas

Arthur
Beiträge: 21
Registriert: Mittwoch 3. Oktober 2018, 22:31

Re: Ton mit Graphit schwärzen

Beitrag von Arthur »

Na, denn hättest Du ja nicht benötig!
Und ich habe wieder was dazugelernt...
Gruß Arthur

leckerpott
Beiträge: 63
Registriert: Dienstag 21. Mai 2019, 10:19

Re: Ton mit Graphit schwärzen

Beitrag von leckerpott »

Ich finde es so oder so zulässig in einem Forum nach Erfahrungen zu fragen, auch wenn man garnicht vorher recherchiert hat. Es geht ja darum sich auszutauschen. Ob man seine eigenen Erfahrungen an andere weitergibt oder nicht bleibt ja jedem selber überlassen.

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