Gehäuse durchgerostet

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Regina
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Gehäuse durchgerostet

Beitrag von Regina »

Hallo Leute, mein Ofen ist Baujahr 1987 im Jahre 2012 habe ich die Heizspiralen gewechselt. Nun macht mir das Metallgehäuse Sorgen. Es ist an mehreren Stellen durchgerostet. Kann man so etwas reparieren? Neue Hülle darum schweißen? Damit er nicht auseinander fällt?
Liebe Grüsse
Regina
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Migla
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Registriert: Montag 26. Dezember 2011, 21:27
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Re: Gehäuse durchgerostet

Beitrag von Migla »

Hallo, nicht schön,aber unbedenklich. Einfachste Lösung: Losen Rost entfernen oder abflexen und Flicken gleicher Stärke aufschweißen, Rostschutzmittel drauf und gut. Unter dem Blechmantel ist ja noch das Gestell aus wesentlich stärkerem Material.

Maria Ortiz Gil
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Re: Gehäuse durchgerostet

Beitrag von Maria Ortiz Gil »

Habe schon schlimmeres gesehen, macht nix.
Der Blechmantel isoliert nicht, entscheidend sind die Steine. Es gibt Gasöfen, die gar keinen Blechmantel haben, also macht es auch nichts, wenn so ein Gehäuse Löcher hat.

Allerdings könnte man sich fragen, warum offensichtlich an dieser einen Stelle so viel Feuchtigkeit und Dämpfe difundieren, dass es genau in diesem abgezirkelten Bereich rostet. Vielleicht ist innen ein Stein verrutscht und eine kleine Spalte entstanden oder ein Stück Stein ausgebrochen. Das könnte man mit einem speziellen Reparaturkitt verspachteln. Ich selbst habe damit aber keine Erfahrung und kann kein Produkt empfehlen. Eventuell mit Isolierwolle ausstopfen.

Beim Aufheizen ist es empfehlenswert bei etwa 120 Grad noch mal die Türe für einige Minuten zu öffnen, damit Reste von Glasurwasser oder sonstiger Feuchtigkeit entweichen können. VORSICHT, FALLS DER TÜRSCHALTER NICHT RICHTIG FUNKTIONIERT UND DIE REGELANLAGE DANN NOCH STROM IN DEN OFEN LEITET !!!

Ofenklappen oder verstöpselte Löcher beim Schrühbrand bis ca. 200 Grad offen lassen.
Das macht oft logistische Probleme, wenn die Werkstatt weit weg von da ist wo man wohnt und man noch mal zurück müsste um die Klappen zu schließen, andererseits treten schon am Anfang des Brandes ungesunde Dämpfe aus, denen man sich nicht aussetzen sollte. Meine Empfehlung: so lange einen Kaffe trinken gehen oder einen Spaziergang machen.

Überhaupt ist es für den Ofen gesünder, wenn man die Zeit hat und keine frisch glasierten Sachen brennt, sondern diese erst noch einen Tag austrocknen lässt. Feuchtigkeit zersetzt mit der Zeit auch die Schamotte-Steine.

Schönen Gruß (ich weiß nicht, wie man das fett gedruckte wieder wegkriegt)
Maria

fegora
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Re: Gehäuse durchgerostet

Beitrag von fegora »

Hallo,
zuerst würde ich das Holzregal mind. 50 cm vom Ofen beim Brennen wegrücken. Brandgefahr!

Was die Durchrostungen betrifft: der Blechmantel rostet von innen durch weil das die kältesten Stellen im Ofen sind und hier das Wasser aus Ton oder Glasuren kondensiert
Maria schrieb ja schon:
"Ofenklappen oder verstöpselte Löcher beim Schrühbrand bis ca. 200 Grad offen lassen."
D.h.: der Ofen N100 hat wahrscheinlich einen Bodenschieber welchen man öffnen kann. Prüfen ob die Kanäle im Ofen bis zum Brennraum nicht verstopft sind.
Dann hat er oben an der Seite eine weitere Öffnung.
Es muß gewährleistet sein, dass beide Löcher bis ca. 200°C geöffnet sind, damit der Wasserdampf entweichen kann.
Die Aufheizzeit bis 200°C sollte entsprechend lang eingestellt sein, damit der Wasserdampf komplett entweichen kann.
Prüfung: Spiegel vor dem oberen Lüftungsloch halten.Wenn dieser beschlägt
Danach reicht es den Bodenschieber zu schließen - wenn unten nichts reinkommt kann auch oben nichts rauskommen.

Zur Reparatur:
im Baumarkt eine entsprechende Menge 1mm Edelstahlblech - welche die Löcher großzügig abdecken - und Edelstahlnieten kaufen.
Bleche aufnieten.
An den Kanten zusätzlich Edelstahlwinkel aufbieten. (Gibts auch im Baumarkt).
.

Beste Grüße
fegora

Bobbl
Beiträge: 102
Registriert: Donnerstag 12. August 2010, 09:43

Re: Gehäuse durchgerostet

Beitrag von Bobbl »

der Ofen hat nen Abzugstutzen, den sollte man an den Kamin anschließen, dann verziehen sich mehr der agressiven Ausdünstungen.

Maria Ortiz Gil
Beiträge: 322
Registriert: Dienstag 1. März 2016, 13:14

Re: Gehäuse durchgerostet

Beitrag von Maria Ortiz Gil »

Falls es sich nicht um das eigene, sondern um ein Mietshaus handelt, ist mit dem Anschluss an den Kamin Vorsicht geboten.
Sollte der Schornstein seit längerem nicht in Benutzung sein, weil z.B. vor langer Zeit eine Zentralheizung eingebaut wurde, könnte es sein, dass er z.B. weiter oben zugemauert ist oder abgetragen wurde. Es könnten Ofendämpfe auch in darüberliegende Wohnungen difundieren, falls der Schornstein undicht ist.
Sollte es Beschwerden geben, kann man in Teufels Küche mit dem Schornsteinfeger kommen, der dann z.B. den Einbau eines Edelstahlrohrs fordert, was sehr teuer ist. Alles schon vorgekommen.
Wenn irgendwelche Aufsichtsämter das Wort "Brennofen" hören, werden die schlimmsten Dinge fantasiert und übertriebene Auflagen gefordert.

Selbstverständlich sollte man auch ohne amtliche Aufsicht verantwortungsbewusst mit einem Brennofen umgehen, man braucht es aber nicht zu übertreiben.

Der Anschluss an den Kamin ändert nichts daran dass der Ofen rostet, er hilft dabei die Raumluft nicht zu sehr zu belasten. Trotzdem treten Dämpfe, die dann im Raum sind und nicht eingeatmet werden sollten, nicht nur durch das Abluftloch aus. die Steine sind nicht Luftdicht, Das Gehäuse hat Ritzen, der Ofendeckel ist aus Lochblech usw.

Schönen Gruß
Maria

Regina
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Re: Gehäuse durchgerostet

Beitrag von Regina »

Vielen, lieben Dank für alle eure Antworten!
Bin schon sehr erleichtert, dass es nicht so schlimm ist.😀
@ Fegora Genauso werde ich es machen! Nieten kann ich ja vielleicht, schweißen eher nicht.
Grüße
Regina

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