Heizwendeln und Alterung

Antworten
Rainer
Beiträge: 3
Registriert: Mittwoch 3. August 2005, 09:43
Wohnort: Herne

Heizwendeln und Alterung

Beitrag von Rainer » Mittwoch 3. August 2005, 11:13

Hallo Leute!

Ich habe preiswert einen Toplader von Pyrotec erworben.
Der Brennraum hat einen Durchmesser von ca. 50 cm und eine Höhe von 45 cm.
Anschluß ist 230V bei einer Leistung von 3500 Watt
Die Vorbesitzerin sagte, das der Ofen nur noch bis ca. 1060 Grad heizt.
Weil die Regelung recht ordentlich ist, konnte ich bei 100 Euro nicht widerstehen.
Beim Prüfen der Elektrik ist mir das verschmorte Leistungsschütz aufgefallen. Ich habe es durch ein Leistungsfähigeres ersetzt.
Ich habe nachgerechnet und festgestellt das dieses alte Schütz nicht ausreichte diese Leistung zu schalten.
Trotzdem brauchte der Ofen sehr lange (5 Stunden) um die Schrüh-Temperatur von 900 Grad zu erreichen.
Es kann ja sein, daß das normal ist.
Ich möchte jetzt wissen ob die Heizwendeln altern können und nicht mehr die volle Temperatur bringen.
Hat jemand Erfahrungen damit?


Nun einfach etwas Elektrokunde für Leute die es Interessiert.

Die Leistung eines einfachen ohmschen Verbrauchers, Brennofen, Herd, Glühbirne, Heizstrahler, Bügeleisen usw...
Berechnet man ganz einfach.

Die Grundformel ist: p=U x I
p= Leistung in Watt
U= Spannung in Volt
I= Strom in Ampere

Als Beispiel mein Ofen.
p= 3500 Watt
U= 230 Volt
I= ?

Die Formel nach I umgestellt ergibt:
I= P / U
also
3500 Watt geteilt durch 230 Volt = 15,2 Ampere
Also kann der Ofen an einer normalen 230 Volt Steckdose betrieben werden, die einen normalen 16 Ampere Leitungsschutzschalter (Sicherung) hat.
Zu bedenken gibt es noch, daß ohmsche Lasten in den ersten Zehntelsekunden die siebenfache Last bzw. Strom ziehen.
Das heißt, das meine Sicherung kurzzeitig mit 106 Ampere belastet wird.
Das Problem kann man mit einer trägen Sicherung ausgleichen.
Es daher verschiedene Arten der Sicherung. Träge, mittelträge, flinke, superflinke.

Wenn also Probleme beim einschalten eines Verbrauchers auftreten, einfach nachrechnen und die Sicherung überprüfen.

Wer Fragen zur Elektrik hat kann sich gern an mich wenden ;-))


Viele Grüße
Rainer
rainer.tewes@gmx.net

Bauss1
Beiträge: 10
Registriert: Samstag 24. Juli 2004, 16:12

Heizwedel und Alterung

Beitrag von Bauss1 » Montag 8. August 2005, 11:20

Hallo,
in meinen Unterlagen zu Brennöfen geht hervor,
dass Brennöfen nicht mehr ihre volle Leistung erreichen, wenn die Heizwedel infolge Alterung ( Verschleiß) verschlissen sind.

In den Betriebsanleitungen zu meinen Brennöfen steht das gleiche geschrieben.
In einer der älteren Regelungen ist hierfür auch eine automatische Anzeige vorhanden.

Frage doch einmal bei einem Lieferanten für Ersatzheizwedel an, dort wird man Dir bestimmt weiterhelfen.

Gruß
charlie

Rainer
Beiträge: 3
Registriert: Mittwoch 3. August 2005, 09:43
Wohnort: Herne

Beitrag von Rainer » Montag 8. August 2005, 23:21

Vielen Dank Charlie!

Ich habe es befürchtet.
Wird bestimmt nicht billig.

Alles Gute und vielen Dank!
Rainer

Benutzeravatar
Martin Fricke
Beiträge: 106
Registriert: Dienstag 15. Juli 2003, 21:07
Wohnort: Porta Westfalica

Beitrag von Martin Fricke » Mittwoch 17. August 2005, 17:23

wird schon gehen,...
frag mal bei Pyrotec in Osnabrück nach, sie sind im Internet zu finden, man kann die Spiralen auch durchaus selber einlegen.

Rainer
Beiträge: 3
Registriert: Mittwoch 3. August 2005, 09:43
Wohnort: Herne

Service von Pyrotec

Beitrag von Rainer » Freitag 26. August 2005, 10:10

Hallo Martin!

Ich habe Pyrotec angeschrieben (info@pyrotec-gmbh.de).
Am nächsten Tag hat mich Herr Dimter angerufen. Er hat betätigt, daß Heizwendeln altern bzw. verschleißen.
Er hat mich sehr kompetent und nett beraten.
3 Tage später hatte ich neue Heizwendeln. sogar etwas stärkere.
Weil ich zwei Wendeln habe, rüste ich meinen Ofen auch auf einen 2-Phasenbetrieb um. Also fast Drehstrom.
Die Wendeln kosten übrigens 130 Euro.

Nochmal vielen Dank an alle die mir geholfen haben!
Rainer

Antworten