Skulpturen von Jeffrey Kaller

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Rikje
Beiträge: 7
Registriert: Freitag 14. März 2014, 21:39

Skulpturen von Jeffrey Kaller

Beitrag von Rikje »

Hallo Ihr Profis,

kennt Ihr die Skulpturen von Jeffrey Kaller?? Mich beeindrucken sie seit Langem!! Sie wirken neben ihrer Schönheit so fragil aufgrund ihrer Struktur und doch so solide durch die Form! Ich würde so gern verstehen wie er das gemacht hat, mit welcher Technik er die Löcher in den Ton bekommt ohne an Stabilität zu verlieren. Die Löcher wirken nicht so, als ob er sie direkt in die Wände eingefügt hätte, sondern eher so, als seien sie beim Brennen entstanden. Ich kann mir das Ganze aber leider nicht erklären! Habt Ihr Ideen, wie man solche eine Struktur im Ton erreichen kann?

Ich hänge hier mal Dateien an und hoffe das ist in Ordnung so:
500-Ceramic-Sculptures1.jpg
Jeff Kaller small_cone_form.jpg
Jeffrey Kaller.jpg
Ganz lieben Dank für Eure Ideen!!

Liebe Grüße
Rikje
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Rikje
Beiträge: 7
Registriert: Freitag 14. März 2014, 21:39

Re: Skulpturen von Jeffrey Kaller

Beitrag von Rikje »

Hallo noch einmal,

oder täusche ich mich und die Löcher sind gar nicht im Ton enthalten sondern in der Glasur? Könnte es eine Glasur sein? Aber wenn es eine Glasur sein sollte, wie bekäme man dann diese Form erhalten, sie müßte doch im Ofen beim Schmelzen durch die Schwerkraft die Form verlieren... Oder?

Liebe Grüße
Rikje

nicht mehr angemeldet

Re: Skulpturen von Jeffrey Kaller

Beitrag von nicht mehr angemeldet »

Okay, das scheint dich ja wirklich zu interessieren :lol:
Du meinst wahrscheinlich das hier:

The work of ceramic artist Jeffrey Kaller plays with the idea of the breakdown of structure. The grid-like framework of Cone Form is covered with glaze that is fired at temperatures too high for it to stay stable. The ”failed” glaze forms a fragile web over the piece. As a result, the sculptural form is very solid in its form while at the same time fragile in its construction.

Ich verstehe das so, dass er aus hitzebeständigerem Material einen Rahmen gebaut hat (das blau eingefärbte Gerüst in seinen Skulpturen), der die ganze Form trägt.
Womit der Zwischenraum gefüllt ist, wird oben bezeichnet als "eine zu hoch gebrannte Glasur, die sich wie ein löchriges Gewebe um die Arbeit legt".
Was das im Einzelnen ist ...? mit keramischem Material umhüllter Kanthal/Nichrom Draht käme in Frage, beispielsweise ...
Und das glasurähnliche Gemisch dazwischen ...? ich schätze, da dürfte er ziemlich viel experimentiert haben, mit allen möglichen Materialien :green: möchtest du´s ihm nachmachen?

Gruß, Ulrike

Rikje
Beiträge: 7
Registriert: Freitag 14. März 2014, 21:39

Re: Skulpturen von Jeffrey Kaller

Beitrag von Rikje »

Liebe Ulrike,

ja, es interessiert mich wirklich, es läßt mir keine Ruhe! Vielen Dank für Deine Ideen! Nachmachen käme mir respektlos vor, aber in anderer Form ausprobiere würde ich es natürlich schon gern einmal!! Aber ich würde wohl scheitern!! Verstehen würde ich es jedoch so gern und nach dem Verstehen kommen oft eigene, andere Ideen...

Mit Glasuren experimentieren wäre das eine, aber wie überredet man die Glasur jetzt dazu in dieser Form zu bleiben und nicht herauslaufen zu wollen? Es ist ja nichts da, was hält, aber sie ist nicht herausgelaufen, obwohl sie wohl ganz offensichtlich am Kochen war... unglaublich!

Liebe Grüße
Rikje

isam
Beiträge: 78
Registriert: Mittwoch 1. Juni 2011, 11:40

Re: Skulpturen von Jeffrey Kaller

Beitrag von isam »

...die Glasur darf wenig Flussmittel enthalten und muss stark gasen. Vielleicht sind aber auch Papierkügelchen oder ähnliches eingearbeitet, die dann verbrennen? Das Reiskornprinzip. Ich würde an deiner Stelle mal in der Glasurenbibel nachlesen und eine Glasur suchen, die solche o.g. Eigenschaften besitzt und dann beherzt experimentieren. Wenn du Erfolge erzielt hast, lass es uns wissen... :lol:
Gruß, Isam.

nicht mehr angemeldet

Re: Skulpturen von Jeffrey Kaller

Beitrag von nicht mehr angemeldet »

Die Grenzen sind fließend zwischen einer Glasur und einer keramischen Masse.
Viele keramische Massen werden zu einer Glasur, wenn sie nur hoch genug gebrannt werden - abhängig vom Flussmittelgehalt im Verhältnis zum Anteil an Tonerde und Quarz und der angewendeten Brenntemperatur.
Hier wird er vermutlich experimentiert haben.
Die "Löcher" könnten beispielsweise durch Zusätze entstehen - die von ihm verwendete Mischung muss ja nicht homogen gewesen sein. Perlit käme z.b. in Frage, oder ein anderes Material, das bei entsprechend hoher Temperatur ausbrennt oder sich verflüssigt, ... Glasvlies ... - Möglichkeiten gibt´s viele.
Was ich meine ist das:
Solch eine Arbeit schüttelt man nicht mal eben so aus dem Ärmel.
Und selbst wenn du wolltest und in etwa wüsstest, wie er es gemacht hat, würdest du´s nicht nachmachen können :wink:
Es gibt hier viele technische Probleme, die gelöst werden müssen, was sich nur erreichen lässt durch beharrliches Experimentieren, großes Durchhaltevermögen und weitreichende Kenntnisse auf vielen Gebieten, auch keramischen Randgebieten. Und die muss man sich erstmal erworben haben, durch sich Einverleiben unterschiedlichster Literatur, durch Nachdenken, eigene Versuche, durch Nachdenken und Versuche.
All das dauert.
Übrigens, mir gefällt es, das er keine weiteren Infos gibt. und keine Workshops.
Geheimnisse sind reizvoll.
Wie du sagtest, sie bringen einen manchmal auf eigene Ideen

In diesem Sinne,
Ulrike

Shina
Beiträge: 6
Registriert: Dienstag 13. August 2013, 12:56

Re: Skulpturen von Jeffrey Kaller

Beitrag von Shina »

Hallo,

ich bin auch begeistert von diesen rätselhaften, wunderschönen Skulpturen. Dieses löcherige Gewebe sieht hautdünn aus und meine erster Gedanke war auch etwas 'Papierartiges'. Sicherlich steckt jedoch viel Arbeit und Experimentieren in diesen geheimnisvollen Skulpturen.
Schönes Wochenende
Jeanne

kerawalsie
Beiträge: 2
Registriert: Montag 10. November 2014, 09:26

Re: Skulpturen von Jeffrey Kaller

Beitrag von kerawalsie »

Diese Skulpturen sind wirklich sehr faszinierend aus. Beeindrucken mich auch sehr.

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