Eigentlich wird ein Kalkspatz ja nicht geboren oder gegründet, er bricht auf, und das mit großer Kraft. In unserem Fall passierte das 1987. Große Energien und hoher Druck entstanden durch Unzufriedenheit mit dem Ausbildungssystem im deutschen Keramikhandwerk. Der kalkspatz gab den Unzufriedenen eine Stimme, immer hoffend, Lehrende und Lernende könnten in gemeinsamer Arbeit voneinander profitieren und den Enthusiasmus im Umgang mit Ton aufeinander übertragen. Inzwischen ist der kalkspatz e.V. eine Plattform für alle, die sich mit Keramik beschäftigen oder beschäftigen wollen. Beste Möglichkeit, kalkspatzen kennenzulernen, sind die regelmäßigen Redaktionskonferenzen für das Töpferblatt an unterschiedlichsten Orten in Deutschland. Sie sind auch ein Treffpunkt für den kollegialen Austausch bei gutem Essen und langen Gesprächen. Und es kann so leicht Öffentlichkeit für eigene Ideen und Vorhaben geschaffen werden. Das Töpferblatt kommt dreimal im Jahr (für Mitglieder kostenlos) und widmet sich den Themen, die für unsere Mitglieder relevant sind: Technische Anleitungen, Buch- und Filmtipps, Diskussionen und Berichte über keramische Ereignisse. Es gibt Einblicke in Werkstätten, Seminarberichte und die nächsten Vorhaben des kalkspatz e. V.

Die Kalkspatz-Seminare haben von Anbeginn einen guten Ruf. Begonnen zu einer Zeit, als kaum keramische Fortbildungsveranstaltungen auf professionellem Niveau angeboten wurden, sind wir stolz, international bedeutende Keramiker nach Deutschland holen zu können. Unsere Seminare mit Gustav Weiss, Wolf Matthes, Jeff Shapiro, Peter Beard, Frederick Olsen, Takeshi Yasuda, Gail Nichols, Phil Rogers und Ruthanne Tudball u.v.a. präg(t)en die Szene.

Der kalkspatz e.V. ist wie keine andere deutsche Keramikerorganisation international vernetzt. Seine Mitglieder kommen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und vielen anderen europäischen Ländern. Der Verein ist kürzlich als Mitglied in der Académie Internationale de la Céramique in Genf, einer Unterorganisation der UNESCO, aufgenommen worden.

Manche Informationsschriften des kalkspatz sind inzwischen Legende und haben vielen geholfen. Immer noch ist die aktuelle Liste der Publikationen lang. Eine Sonderstellung nimmt das viersprachige Töpfer-Wörterbuch ein. Auch der traditionellen Keramik fühlt sich der kalkspatz verpflichtet. Der kurz nach Wende entstand der Film „Gesalzene 1300°C“ ist auch noch nach mehr als 20 Jahren ein zeitloses Filmdokument.

Mit den acht Symposien zur therapeutischen und pädagogischen Arbeit mit Ton gehört der Verein zu den Pionieren berufsübergreifender Fortbildung. 2010 organisierte der kalkspatz eine internationale Holzbrandkonferenz und holte damit erstmals solch ein keramisches Großereignis nach Europa. Die Kalkspatzreisen zum Ceramic Millennium 2000 in Amsterdam und zum Ceramics Festival nach Aberystwyth sind unvergesslich.

Als Mitglied unterstützen sie diese vielfältigen Aktivitäten. Sie bekommen 3 x im Jahr das Töpferblatt, die druckfrischen Seminarprogramme und Rabatt bei Seminar- und anderen Veranstaltungsgebühren. Eine Mitgliedschaft lohnt sich also schon allein rechnerisch. Der Mitgliedsbeitrag liegt seit vielen Jahren bei 40,- € im Jahr. Auszubildende, Studenten und arbeitslose Töpfer sind mit 20 € dabei und Lehrlinge zahlen bei Seminaren und Veranstaltungen sogar nur die Hälfte! Bei der „Familienmitgliedschaft“ für 60 € bekommen zwei Personen aus dem gleichen Haushalt den vollen Seminarrabatt, aber nur ein Töpferblatt. Genauso kann man für 60 € Fördermitglied werden, wenn man den kalkspatz besonders unterstützen will. Wer erstmal kein Mitglied werden will, kann auch das Töpferblatt mit Seminarprogramm abonnieren. Das Abo für ein Jahr kostet 15 €. Willkommen also im kalkspatz e.V.!

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