Das Symposium musste leider wegen der Corona-Krise auf 2021 verschoben werden!

Angestrebter Termin ist 03.06. bis zum 06.06.2021

 

„Tontopia“

Symposium Pädagogische und therapeutische Möglichkeiten mit dem Material Ton

in Schwalmstadt

kalkspatz e.V. in Kooperation mit der Hephata Akademie für soziale Berufe

Was geht mit Ton in KiTa, Schule, Praxis? Wie wirkt das Material in der Begleitung von Menschen in verschiedenen Lebenslagen? Welches Potenzial hat es in Bildung und sozialer Arbeit? Darum geht es vom 11. bis 14. Juni 2020 beim 10. kalkspatz Symposium in Schwalmstadt, Hessen. Ein buntes Programm aus Beiträgen, die sowohl theoretische als auch praktische Ansätze beleuchten, wendet sich an alle, die Interesse und Freude an Ton und Lehm als Mittel der pädagogischen und therapeutischen Arbeit mitbringen.

Zu den Veranstaltungen zählen Vorträge, die neue Ideen und bewährte Konzepte lebendig darstellen und Workshops, in denen sich vielfältige Möglichkeiten entdecken und Erfahrungen vertiefen lassen. Austausch und Geselligkeit inbegriffen: Das Symposium versteht sich als Forum, das Anregungen und Inspirationen für verschiedene Berufsgruppen und Tätigkeitsfelder ermöglicht. Die Themen und Herangehensweisen sind breitgefächert, mit fachlichem Know-How, Anregungen und Inspirationen für die gestalterische Praxis von Profis und Laien ebenso wie für die beruflichen Perspektiven von ErzieherInnen, Pädagogen und therapeutisch Tätigen. Für die Dauer des Symposiums wird dafür der gut ausgestattete Campus der Hephata Akademie für soziale Berufe, eine Ausbildungsstätte im Rahmen einer großen diakonischen Einrichtung, zum Raum der Möglichkeiten, zu „Tontopia“.

 

Teilnahmebeitrag:
Für Mitglieder des kalkspatz e.V.:
Für Studierende/Auszubildende
der Keramik / der Hephata Akademie:

300,00 €
280,00 €

 

150,00 €

Die Verpflegung ist im Preis NICHT inbegriffen!

Reservierung von Verpflegung und Übernachtungen

Die Hephata Cafeteria bietet Frühstück, Mittagessen und Abendessen an. Bitte geben Sie Ihre Wünsche bei der Anmeldung zur Teilnahme mit an.
Hephata bietet zudem eine begrenzte Zahl von Übernachtungsmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe des Campus.
Diese sind buchbar über die Info-Zentrale:
Telefon 06691 180 und Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Bitte unbedingt das Stichwort kalkspatz-Symposium angeben!

Donnerstag

14.30 Uhr Ankommen und Anmeldung

15 Uhr Begrüßung

15.30 Uhr Vorträge und Aktionen

Der neuronale Humunkulus: Mit der Hand ins Gehirn fassen
Kerstin Abraham

Denken und Tun – und wie sich beides zueinander verhält –  ist das Thema des ersten Vortrags zum Auftakt des Symposiums. Was passiert eigentlich im Gehirn, wenn die Hände aktiv sind? Wie bahnt händisches Tun dem Neuen den Weg? Und was hat es mit dem „neuronalen Homunkulus auf sich?“

Im anschließenden Kurzworkshop ist Gelegenheit, den „neuronalen Homunkulus“ mit den eigenen Händen zu erfahren.

 

ERDEN! Vom Tonkloß zum Globus
Frauke Gerhard

Ton ist Erde. (Fast) jedem Menschen steht sie wie Luft und Wasser zur Verfügung, spricht uns an in vielerlei Gestalt, nimmt Spuren und Ideen auf, ist Dokument.  Der Dialog mit Ton ist Expression ist Denken ist Plastik. Der Vortrag verbindet anhand von Beispielen aus künstlerischen Versuchsanordnungen und partizipatorischen Projekten unerwartete Inspirationen mit tiefen Begründungen und Erweiterungen des Begriffs „Keramik“.

Im anschließenden Kurzworkshop entstehen praktisch handelnd kleine phänomenologische Experimente als Anregungen für die therapeutische und pädagogische Praxis.

ca. 20.30 Uhr fakultatives Abendprogramm vor Ort und im Ort

 

Freitag

9 Uhr Vorträge

Über die Hände zum Ich – Ton als Beziehungsstoff in der pädagogischen und therapeutischen Arbeit (PädArT)
Ilse-Marie Herrmann, Karin Malaizier

Kinder, Jugendliche und Erwachsene  in ihren Entwicklungs- und Bildungsprozessen zu stärken ist das Anliegen des von Ilse-Marie Herrmann entwickelten pädagogischen Konzepts Pädagogische Arbeit am Ton - PädArT. Die Methode verbindet reformpädagogische und therapeutische Ansätze (Arbeit am Tonfeld® u.a.), entwicklungspsychologische Aspekte und Erkenntnisse aus der Gehirn- und Traumaforschung mit praktischen Übungen, Selbsterfahrungsprozessen und Situationstrainings. Der Vortrag zeigt auf, wie Ton als pädagogisches Material auf die Persönlichkeitsentwicklung und das Selbstbewusstsein einwirken kann. Vorgestellt werden neben den methodischen Elementen und Prinzipien auch Beispiele für die professionelle, feinfühlige und dialogische Begleitung in der praktischen Arbeit in Institutionen und anderen Settings.

Die Töpferei als WfbM
Gaby Heller, Verena Krezdorn

Seit vielen Jahren wird in der anthroposophisch orientierten Lebensgemeinschaft Bingenheim e.V.  getöpfert. Die Werkstatt für behinderte  Menschen (WfbM)  ist nicht einfach nur der größte hessische handwerkliche Betrieb für Gefäßkeramik, vielmehr versteht sich die Töpferei  als ein Ort des ganzheitlichen sozialen Miteinanders. Gaby Heller und Verena Krezdorn berichten aus ihrem reichhaltigen Erfahrungsschatz, wie vom Jugendlichen bis zum Töpfermeister, von der Tonerde bis zum kunsthandwerklichen Erzeugnis, hier gemeinsam gearbeitet wird.

Slow Art mit Ton
Delia Henss

Was als vorwitziges Experiment begann, ist längst zu einem Dauerbrenner für Studierende an der Hephata-Akademie geworden: „Forschen mit Erde“ als Unterrichtsaufgabe für angehende Erzieher*innen. Zahlreiche Jahrgangsstufen schwärmten bisher aus, um die eigene formbare Erde zu suchen. Der Vortrag fächert auf, wie daraus bemerkenswerte Situationen in Familien und mit Klienten entstanden.  Die damit angestoßenen pädagogischen Erkenntnisse und Impulse fließen ein in Thesen zu einer langsamen Kunst, eben „Slow Art“ mit Ton.

14 Uhr Workshops (parallel)

WS 1 – Feuerskulptur
Arwed Angerer

Eine große Skulptur bauen und brennen in drei Tagen? Geht das? - Mit einer speziellen Tonmischung ist das kinderleicht. Ein großes Abschlußfeuer macht diese Technik zum idealen Event für Projektwochen und Feste in Kindergärten und Schulen.

WS 2 – Denkmitplastik. Analogien und Metaphern. Bildnerische Versuche ohne Plattitüden.
Frauke Gerhard

Arbeiten Sie therapeutisch mit Ton? In pädagogischen Bereichen? Mit Gruppen? Freischaffend künstlerisch? Für die Kundschaft von Keramikmärkten… eventuell für die Industrie?

Frauke Gerhards Workshop bietet Raum für „Fälle“ aus Ihrer Praxis, individuelle Fragen und Anregungen zur Projektentwicklung, eine Einladung zum Dialog und zum gemeinsamen Experimentieren.

Beim Gestalten imaginieren und konstruieren wir mit mehr oder weniger abstrakten Formen und Begriffen. Unser Umgang mit „Material“ hängt von gedanklichen Bezugsystemen und Analogiebildungen ab. Je nach Interessenlage werden hierbei anatomische oder holistische Denkrichtungen eingeschlagen. Körpermetaphern, geologische und klimatische Modelle sind vielen Menschen besonders vertraut. Diese regen traditionell zum Studium innerer Befindlichkeit sowie zu gesellschaftlichen Projektionen an. Es liegt nahe, sich auch in bescheidenen Keramikateliers mit akuten Themen und Grenzwertigem zu befassen.

WS 3 – Methoden und Impulse aus der Bingenheimer Töpferei
Gaby Heller und Verena Krezdorn

Der Ton als ungeformter Stoff verlangt vom Menschen, ihm durch seinen Willen die Form zu geben. Ständige Beurteilung - ob genügend Kraft oder zu wenig, zu schnell oder zu langsam, zu trocken oder zu nass - verlangt vom Tätigen, sich selbst zu kontrollieren. Die richtige Mitte, Maß und Ausgewogenheit: Das Töpfern in der WfbM übt physisch, was auch im Sozialen und Seelischen  auszubalancieren ist. Welche Methoden und Werkzeuge dabei zum Einsatz kommen, wie sich die Zusammenarbeit von Mitarbeitern, pädagogischen und handwerklichen Fachkräften gestalten lässt, wird im Workshop praktisch und anschaulich erfahrbar.

WS 4 – Über die Hände zum Ich – Impulse zur Persönlichkeitsentwicklung durch Selbsterfahrungen am Tonkreislauf
Ilse-Marie Herrmann

Wie lässt sich die Pädagogische Arbeit am Ton in der Praxis realisieren? Der Workshop widmet sich dem Konzept eines „PädArT“-Ateliers. Dabei werden die Inhalte des Vortrags vertiefend anhand des Tonkreislaufs praktisch verknüpft und erfahrbar gemacht. Pädagog*innen und alle, die mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen leben und arbeiten, werden im Rahmen des Workshops angeregt, deren Selbstbildungsprozesse intensiver wahrzunehmen, professionell zu begleiten und mit dem Material Ton in der eigenen Praxis zur Persönlichkeitsentwicklung beizutragen.

WS 5 – Porzellangefäße aufbauen
Kiho Kang, Keramiker

Mit Porzellan aufbauen? Mit diesem anspruchsvollen Material zu arbeiten ist sehr speziell: Kiho Kang zeigt aus langjähriger Erfahrung heraus, wie damit von Hand geformte Gefäße entstehen. Mit seiner Variante der ältesten keramischen Aufbautechnik, der Wulsttechnik, gelingt es auch Anfängern, optisch und haptisch leichte Porzellangefäße zu formen, denen die Spuren der Finger, des Machens, der Zeit, des Nachdenkens und des Strebens eine besondere Wirkung verleihen. Die Schönheit der Langsamkeit – der asiatischen Tradition verpflichtet und doch ganz modern…

WS 6 – Traumasensitive Begleitung in den Methoden PädArT und Arbeit am Tonfeld®
Karin Malaizier

„In-Kontakt-Sein“ ist ein lebenslanges menschliches Kernbedürfnis. Berührungen und der Hautsinn sind die früheste  Grundlage von Beziehungserfahrungen und sind häufig zentral beim Verständnis früher Entwicklungstraumata. Hier setzen die Methoden „Arbeit am Tonfeld®“ und „PädArT“ an, um Menschen mit Trauma-Erfahrungen in therapeutischen und pädagogischen Praxisfeldern sowie in der Pflege zu begleiten. Klienten vollziehen heilsame und regulierende, selbstwirksame haptische Bewegungen am Material. Diese im sozialen Kontakt begleitete Erfahrung wirkt auf neurophysiologischer, emotionaler und kognitiver Ebene und beeinflusst die Beziehungsfähigkeit und beziehungsbedingte Belastungen.  Der Workshop geht vertiefend ein auf die neurobiologischen, entwicklungspsychologischen und somatischen Zusammenhänge in der Wirkung der Methoden, auch anhand von Übungen zur Selbsterfahrung.

WS 7 – Im Reich der Formen und Farben
Ute Naue-Müller

Ute Naue Müller spricht mit ihren Skulpturen eine einzigartige Dekorsprache, mit viel Witz, Ironie und Wortspielen. Ihre speziellen Herangehensweisen an keramische Oberflächen in feuchtem, trockenem und gebranntem Zustand wecken individuelle Potenziale im handwerklichen Umgang mit keramischen Farben: Mischen, Schichten, Pinseln, Drucken, Wachs- und Folienreserve. Wer selbst oder in der Arbeit mit Menschen aller Art abseits vom Einerlei in Formen und Farben schwelgen will, findet hier grundlegendes technisches und gestalterisches Wissen, Beratung und weiterführende Anregung.

WS 8 – Kreationen! Prozessorientierte Experimente mit Ton
Katarina Petersilge

Dies ist der Workshop für alle, die tatsächlich einmal feste Vorgaben und Vorstellungen loslassen wollen, um sich statt dessen einzulassen auf Unerwartetes, Überraschendes, Experimentelles, angefangen beim Ton holen im Wald… Ziel ist das konkrete Kennenlernen von prozessorientierten Herangehensweisen (im Unterschied zum zielorientierten Arbeiten) – als Ausgleich zur allgegenwärtigen Konkurrenz und Ergebnisfixierung in unserer Leistungsgesellschaft. Im gemeinsamen Prozess sich selbst und die Heilkraft des Tons wiederzufinden und zu entdecken eröffnet auch für die Praxis in der Arbeit mit Menschen neue Freiräume für das eigene Handeln.

WS 9 – Porträt: Vom Sehen ins Modellieren
Maria Stams

Wir sehen, was wir zu sehen glauben… Beim Porträtieren nach dem lebenden Modell geht es darum, das Gegenüber wirklich wahrzunehmen, zu erfassen und keramisch umzusetzen: Die große Form ist wichtig, die Details entstehen beim Arbeiten. Das Bild des Menschen vom Menschen – das ist so ein grundsätzliches, basales Thema: das kann jede/n packen!  In diesem Workshop ist Gelegenheit, sich dem menschlichen Antlitz mit Maria Stams besonderer Methode handgreiflich zu nähern, eine enorme plastische Erfahrung zu machen, von der Porträtexpertin ermutigt und begleitet.

WS 10 – Ton einfärben und einfach farbig aufbauen
Dorothee Wenz

Dorothee Wenz stellt im Workshop ihren innovativen Ansatz vor, verschiedene Tonsorten und auch „alte“ Tonreste einzufärben und zu mischen, um mit verschiedenen Techniken daraus Gefäße und Skulpturen aufzubauen. Im kreativen Umgang mit individuell geschichteten und gemusterten Tonblöcken in einer beliebig erweiterbaren Farbpalette kommt es zu den vielfältigsten haptischen Erfahrungen, da mit allen Zuständen des Tons gearbeitet wird. Dieses Vorgehen ist mit einfachen Mitteln möglich und bei allen Altersgruppen in den verschiedensten Praxisfeldern anwendbar.

20 Uhr Open Space: Piazza der Möglichkeiten

 

Samstag

9 Uhr Vorträge

Ton als Werkstoff des biografischen
Ausdrucks
Chajim Harald Grosser, Keramikmeister,
Lebenskunde-Lehrer, Kulturwissenschaftler
Gründer der Keramik-Werkstatt Yad Chanah, Berlin

Chajim Grosser erzählt aus Jahrzehnten der Berufs- und Lebenserfahrung. Er absolvierte als fünfte Generation seiner Familie eine Lehre in der Meissner Porzellan-Manufaktur.Er war Mitbegründer eines Vereins für Jüdische Kinder, die die Shoah überlebt haben. Seine Berliner Werkstatt „Yad Chanah“ steht allen Generationen zur Verfügung, die Freude an der Arbeit mit Ton finden. Wie schon mit kriegsgeschädigten Kindern aus Sarajewo ermöglicht er hier vor allem Kindern, zum Ausdruck ihrer Themen des Alltags und ihrer Identität zu finden. Ein biografischer Bericht über den Werkstoff Ton als soziales Element, Nährboden für Lebensbildung, als „Erzähler, Eingeweihter und Spiegel“ von Erlebnissen und Gedanken.


Nischenprodukt statt Grundversorgung!? Keramikangebote an
Grundschulen
Christian Diller, freischaffender Künstler,
Projektleiter für keramisches Arbeiten mit
Kindern, Berlin

Das keramische Arbeiten mit Kindern an Schulen gestaltet sich oft schwierig. Unzureichende organisatorische Voraussetzungen und Verantwortlichkeiten lähmen manch ein vielversprechendes Projekt. Dabei ist strukturiertes (fein)motorisches Lernen nötiger und aktueller denn je. Keramik bietet bei vergleichsweise geringem Aufwand ein riesiges Spektrum an Möglichkeiten, das an Schulen aber häufig kaum ausgeschöpft wird. Der Erfahrungsbericht aus verschiedenen Schulformen und -systemen zeigt die ungeahnten Potenziale der Kinder, die Herausforderungen und Möglichkeiten der praktischen Umsetzung von keramischen Projekten in der Schule.

Der alte Hase spricht aus dem
Werkzeugkästchen: Anlässlich des
zehnten Symposiums erzählt
Christian von den ersten neun
Christian Sautier „kalkspatz-Urgestein“,
Keramikmeister, Sozialpädagoge, Leiter des
sozialpädagogischen Teams der
Nymphenburger Schulen in München

Als Gründungsmitglied des kalkspatz e.V. hat Christian die vergangenen neun Symposien nicht nur miterlebt, sondern auch mitgestaltet. Vom Aufbruch in noch unvernetzten Zeiten bis zur Gegenwart lässt er Ereignisse, Erlebnisse und Gedanken Revue passieren – eine Schau zurück mit Dreh nach vorn…

14 Uhr Workshops

Fortsetzung der Workshops 1-10

21 Uhr Party!

 

Sonntag

10 Uhr Vorträge (parallel)

Einander kreativ begegnen: Teamentwicklung und Supervision mit Ton
Marit Garrels

Was geschieht, wenn Ton und Arbeits-Teams in der Keramikwerkstatt aufeinandertreffen? Was als Verknüpfung der eigenen beruflichen Schwerpunkte begann, ist inzwischen ein in der Praxis bewährtes Konzept zur Teamentwicklung und im Coaching von Einzelklienten und Teams, die überwiegend im sozialen Bereich tätig sind. Der Vortrag zeigt an Beispielen auf, wie das Material Ton in der arbeitsweltbezogenen Beratung zum  Einsatz kommt, wie Aspekte der Zusammenarbeit im Prozess deutlich werden und welche Entwicklungspotenziale sich daraus für Teams ergeben.

Der Blick der Wissenschaftler in die pädagogische Wundertüte: Das Potenzial der Experimentellen Archäologie als Mittel der Geschichtsvermittlung und (heil-) pädagogischer Arbeit
Michael Herdick, Archäologe, Mayen

Das Römisch-Germanische Zentralmuseum in Mainz erforscht als Leibniz-Forschungsmuseum für Archäologie menschliches Verhalten von der Altsteinzeit bis ins Mittelalter. Dadurch ergeben sich vielfältige Möglichkeiten eigene und fremde Verhaltenspraktiken zu reflektieren. Ein Beispiel dafür ist die Arbeit des Labors für Experimentelle Archäologie (LEA) zur Entwicklung der Keramiktechnologie am Beispiel der Mayener Töpfereien. In diese Forschungen sind Akteure mit unterschiedlichen Lebens- und Berufsbiografien eingebunden, die mit ihrem individuellen Wissens- und Erfahrungsfundament Forschung und Vermittlung eine besondere Prägung geben. Welche Potenziale für die Vermittlung und die Ansprache unterschiedlicher Zielgruppen sich darüber hinaus für pädagogisch wie keramisch Tätige ableiten lassen, ist Thema des Vortrags.

(fakultativ: Gottesdienst in der Hephata-Kirche)

11 Uhr Blitzlichter: Moderierter Einblick in Ergebnisse der Workshops

13 Uhr Gemeinsamer Abschluss mit Dessert und Empty Bowls

14 Uhr Ende des Symposiums